|
Geschrieben von: Anne Witzke
|
|
Dienstag, den 23. Februar 2010 um 11:22 Uhr |
|
Dann kam Phoenix auf die Bühne. Die französische Indie-Rock-Band ist auch voll abgegangen. Sie hat Lieder von ihrem neuen Album gespielt. Zum Beispiel „Lisztomania“ oder „1901“. Aber auch ältere Sachen wie „If I Ever Feel Better“ oder „Everything is Everything“ die die Menge zum Mitsingen brachten. Schneller Rhythmus, Elektro-Rock und immer auch ein bisschen experimental, idividuell. Der Sound, die irre Lichtshow und die gute Stimmung brachten den Ballsaal ganz schön in Schwingung. Denn mit der hüpfenden Menge, begann auch der Boden, ja die ganze Etage zu wackeln, so dass man die ganze Zeit ein etwas leicht mulmiges Gefühl im Bauch hatte. Aber zu ’ner ordentlichen Show gehört ja bekanntlich auch immer ein bisschen Nervenkitzel. Und der Stimmung hat’s auf jeden Fall nichts anhaben können.
Am liebsten denke ich aber an das Ende der Vorstellung. Denn als die Band nach ihrem zweiten Abschied zum dritten Mal wieder auf die Bühne zurückkehrte und in dem grandiosen Applaus des Publikums badete, hielt sie die Zeit für reif. Reif dem Publikum mitzuteilen, dass der Sänger Thomas Mars Geburtstag hat. Wieder Applaus und Gejohle. Ein Gitarrist der Band fragt das Publikum ob wir nicht ein Liedchen für den Sänger singen wollen. Nebenbei, er fragt artig auf Deutsch. Also singen wir „Zum Geburtstag viel Glück“ und kaum haben wir geendet, fängt die Party an. Die Band greift wieder zu ihren Instrumenten und schmettert ein schnelles Instrumental. Der Sänger springt von dem Podest und lädt die Leute ein, hoch auf die Bühne zu kommen. Sie füllt sich schnell und alles tanzt und singt. Irgendeinen Hit werden sie wohl noch gespielt haben. Denn die Menge war außer sich und vergaß alles um sich herum. So ist ihr nicht mal aufgefallen, wie sich die Band leise aus dem Staub machte.
|