| Night of the Profs |
|
|
|
| Geschrieben von: Stefanie Kaleske und Felicia Kompio | |||
| Montag, den 25. Januar 2010 um 23:19 Uhr | |||
|
Das übergreifende Thema lautete am Freitag, den 15. Januar: Energie. Professoren und Professorinnen referierten zu Themen wie: „Energie vom Acker“, „Wenn der Käse zum Himmel stinkt“, „Turne statt Urne!“ oder „Hurrikane, die göttlichen Winde“.Besonders interessant schien mir die Podiumsdiskussion mit dem Titel „Wissen fürs Volk“. In Zusammenarbeit mit dem DRadio sollten vier Sachkundige darüber debattieren, wie Medien über Wissenschaft berichten. Moderiert wurde der Spaß vom Kieler Nachrichten-Chefredakteur Jürgen Heinemann. In durchaus knapp bemessenen 45 Minuten entwickelte sich jedoch nur zögerlich ein Streitgespräch, vielmehr schien man Werbung in eigener Sache zu machen. Besonders Herr Heinemann plädierte für Nachsicht mit den Journalisten, die nicht genug Zeit hätten sich ausführlich mit komplexen wissenschaftlichen Themen zu beschäftigen. Darüber hinaus sehe er auch eine gewisse Verantwortung bei den Wissenschaftlern, die dafür zu sorgen hätten, dass der Interviewer seine Argumente richtig versteht. Der Chefredakteur würde sich auch über einen Anruf der Professoren freuen, sollte er versehentlich etwas falsches in seinem Käseblatt abdrucken. Soll das etwa heißen die KN lege nicht viel Wert auf anspruchsvolle Berichterstattung und Richtigkeit ihrer Artikel? Nicht offensichtlich, aber durchaus zwischen den Zeilen beraubte er seine Leser auch noch ihrer Intelligenz, als er zugab, man könne zu komplexe Texte nicht veröffentlichen; aus Angst seine Konsumenten zu vergraulen. Ziellos, wie ein streunender Hund, bewegte sich auch der Rest der Veranstaltung. Einig waren sich jedoch alle Beteiligten, dass es mehr Bedarf an qualifizierten Journalisten gibt, die in der Lage sind wissenschaftliche Themen verständlich, kompakt und korrekt aufzuarbeiten. Prof. Christian Floto vom Deutschlandfunk nannte dazu drei für ihn wesentliche Punkte: die Fähigkeit zu reduzieren, segmentieren und zu transformieren; also kurze Verständnispäckchen anschaulich darzustellen. Am Ende bekam das Publikum noch die Möglichkeit Fragen ans Podium zu stellen, weshalb (denn die Zeit drängte) Herr Heinemann darauf verzichtete ein Fazit der Runde zu ziehen. Ein unzufriedener Zuhörer nutzte auch gleich die Gelegenheit noch einmal emotional zu betonen, dass er sich anspruchsvollere Berichterstattung in allen Medien wünsche. Ein Zwischenruf – fast prophetisch gleich zu Beginn eingeworfen – brachte vielleicht das Dilemma der Veranstaltung auf den Punkt: „Hier sitzt das Publikum!“. Besteht das Kommunikationsproblem doch eher zwischen der breiten Öffentlichkeit und den Medien/Wissenschaften als zwischen Medien und Wissenschaften? In diesem Sinne könnte man wohl auch die Aussage von Susanne Morgner von der con gressa, Agentur für Wissenschaftskommunikation verstehen: „Journalisten arbeiten nicht ausschließlich dafür, dass andere Menschen die Informationen bekommen!“ Alle Vorträge sind online "nachzuhören" unter http://www.uni-kiel.de/night/
|





Das übergreifende Thema lautete am Freitag, den 15. Januar: Energie. Professoren und Professorinnen referierten zu Themen wie: „Energie vom Acker“, „Wenn der Käse zum Himmel stinkt“, „Turne statt Urne!“ oder „Hurrikane, die göttlichen Winde“.